Chronik
Die Chronik der Lydia und Heinz Rühl Stiftung gibt einen Überblick über wichtige Stationen von der Errichtung der Stiftung bis zu ihrer öffentlichen Vorstellung und weiteren Entwicklung.
Sie zeigt, wie aus dem Stifterwillen von Heinz Rühl eine Stiftung entstand, die sich der Förderung von Heimatpflege, Kunst, Kultur sowie wissenschaftlicher Arbeit widmet.
Die folgenden Einträge dokumentieren zentrale Ereignisse der Stiftungsgeschichte, darunter die testamentarische Errichtung, die Sichtung und Weitergabe bedeutender Bestände, die Genehmigung der Stiftung sowie wichtige personelle und organisatorische Entwicklungen.
So entsteht ein zusammenhängender Blick auf die Anfänge, den Aufbau und das fortdauernde Wirken der Stiftung.
Altes Rathaus Voerde
Errichtung der Stiftung
Die Lydia und Heinz Rühl Stiftung wurde von Heinz Rühl in seinem notariellen Testament vom 15.02.1993 errichtet und mit einem Stiftungskapital von 200.000,-- DM ausgestattet. Außerdem übertrug er der Stiftung seine Kunstgegenstände und seine Bibliothek.
Berufung der ersten Kuratoren
Zu ersten Kuratoren berief er Landeskirchenrat i.R. Friedrich Blum und Richter am Amtsgericht Walter Jansen
Der Stifter Heinz Rühl (Bildmitte) und die späteren Kuratoren Friedrich Blum (links) und Walter Jansen (rechts) im Jahr 1988 auf dem Weihnachtsmarkt in Voerde.
Sichtung und Katalogisierung der Bibliothek
Nach dem Tod des Stifters am 09.09.1993 wurde die umfangreiche Bibliothek von ca. 5.000 Bänden gesichtet und katalogisiert.
Übergabe der Bestände
Dem Willen des Stifters entsprechend erhielt die Stadt Voerde die landeskundliche und heimatbezogene Literatur, der gesamte juristische, theologische und historische Bestand wurde der „Caspar - Olevian Bibliothek“ der Universität Trier als Dauerleihgabe übergeben.
Ausgewählte Bände gingen an das Archiv der evangelischen Landeskirche im Rheinland.
Die wertvolle Bildersammlung, besonders die Bilder des niederrheinischen Künstlers Ewald Mataré erhielt das Museum „Kurhaus Kleve“. Kostbare alte Landkarten stellt die Stiftung der Stadt Voerde leihweise zur Verfügung.
Zum Stiftungsvermögen gehören auch ein Bestand älterer Postkarten, vornehmlich aus dem Bereich Halle an der Saale, eine Sammlung von Banknoten aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts und eine Grafik- und Plakatsammlung, von der besonders die Ausstellungsplakate des Malers Mataré zu erwähnen sind.
Genehmigung der Stiftung
Durch Bescheid des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen vom 26.09.1994 wurden die Stiftung und die von den Kuratoren entsprechend der letztwilligen Verfügung des Stifters erstellte Stiftungssatzung vom 23.08.1994 genehmigt.
Festveranstaltung im Wasserschloss „Haus Voerde“
Am 12. Oktober 1995 stellte sich die Stiftung im Wasserschloss „Haus Voerde“ im Rahmen einer Festveranstaltung der Öffentlichkeit vor.
In ihren Grußworten betonten der Bürgermeister der Stadt Voerde Heinz Boß, der Stadtdirektor Dr. Ulrich Krüger, sowie der stellvertretende Landrat des Kreises Wesel Karl Göllmann die enge Verbindung des Ehepaars Rühl mit ihrer Heimatstadt Voerde und hoben die Verdienste hervor, die sich der Stifter Heinz Rühl um die Heimatpflege, die Kunst und Kultur erworben hat. Sie würdigten die Stiftung als ein Geschenk des Stifters an die Stadt Voerde.
Die Festrede hielt Professor Dr. J.F.G. Goeters, emeritierter Ordinarius für Kirchengeschichte an der Universität Bonn (Archive in NRW). Er sprach über den Protestantismus im Herzogtum Kleve im 17. Jahrhundert. Den Text der Festrede finden Sie auf unserer Seite „Dokumente“.
Tod von Friedrich Blum
Am 17.09.1998 verstarb Landeskrichenrat i.R Friedich Blum.
Landeskirchenrat i.R. Friedrich Blum
Berufung von Gisela Marzin zur Kuratorin
Am 16.06.1999 wurde Frau Stadtarchivarin Gisela Marzin als seine Nachfolgerin zur Kuratorin berufen.
Logo der Stiftung
Seit August 2010 hat die Stiftung ein offizielles Logo.
Tod von Walter Jansen
Am 17.05.2025 verstarb Walter Jansen.




